Inhaltsverzeichnis

1. Warum dein Marketing-Funnel nicht den Erwartungen entspricht
1 1 Der Content ist nicht auf die Befürfnisse deiner Persona ausgerichtet
1.2 Der Content wurde nicht von einem Experten überprüft
1.3 Der Content ist nicht richtig organisiert

2. Tipps zu Verwendung von UX und UI bei der Contententwicklung
2.1 Mit Interviewes Content-Ideen sammeln
2.2 das Thema und den Zweck der Keywords verstehen
2.3  Den Content rund um das Benutzerbewusstsein aufbauen
2.4 Die Punkte mit Calls-to-Action verbinden

3. Fazit

1. Warum dein Marketing-Funnel nicht den Erwartungen entspricht

Hast du jemals einen ausführlichen Leitfaden geschrieben, auf „Veröffentlichen” geklickt, erwartet dass Traffic und Leads erfolgreich auf deiner Website landen, und nach langer Zeit keine nennenswerte Veränderung festgestellt? Es kann eine Reihe von Gründen geben, die dazu führen können, dass dein Content leistungsschwach ist. Schauen wir uns mal einige davon kurz an.

1.1 Der Content ist nicht auf die Bedürfnisse deiner Persona ausgerichtet

Bevor du den Content erstellst, solltest du dich zuerst fragen, für wen deine Inhalte produziert werden. Überlege (und recherchiere), was für Inhalte deine Kunden gerne lesen. Brauchen sie einfache Erklärungen zu komplexen Themen oder tauchen sie eher in die Einzelheiten und in die Wissenschaft?

Wenn du z.B. Content für Performance-Marketer erstellst, um Kampagnen mit Google Ads zu starten, kannst du nicht erwarten, dass sie sich für den Artikel „7 Gründe, warum dein Unternehmen durch Google Ads profitiert”, interessieren werden. Das ist etwas, über was sie schon Bescheid wissen.

Vielleicht würden einige von euch eher vom Thema: „Wie das Hagakure-Modell die Art und Weise verändert, wie du Google Ads verwendest”, angezogen sein. Warum? Weil Performance-Marketer daran interessiert sind, die neuesten Änderungen an den Google Ads-Algorithmen zu verfolgen, da sich dies auf ihre tägliche Arbeit auswirkt.

Das ist zumindest die Hypothese, die ich tiefer untersuchen würde. Ich werde dir später in diesem Artikel erklären, wie man Hypothesen mit Recherchen und Benutzerinterviews überprüft, also lies mal weiter.

1.2 Dein Content wurde nicht von einem Experten überprüft

Wenn ich mich für ein Marketingthema interessiere, tippe ich normalerweise einige Wörter in Google ein und recherchiere. 90% der Artikel, auf die ich online stosse, fügen nichts Neues zu dem hinzu, was ich bereits weiss.

Das liegt daran, dass einige Marketing-Texter dazu neigen, immer über dieselben Themen zu schreiben. In einigen Fällen können sie sogar den Content, den sie schon früher geschrieben haben, neu aufsetzen. Nehmen wir mal an, sie schreiben über Produktentwicklung, haben aber keine Erfahrung mit der Produktentwicklung.

Dass muss nicht unbedingt bedeuten, dass sie einen schlechten Artikel schreiben. Eher im Gegenteil – er wurde gut recherchiert, mit Fakten unterstützt und entspricht den besten Copywriting-Regeln. Es wird jedoch keine Fallstudie behandelt oder eine neue Perspektive auf das Thema eröffnet. Und dies ist genau, wo der Content glänzt, der von einem Experten geschrieben wird.

Wenn du Content für Experten oder ein Publikum erstellst, das stark auf die Expertenmeinung angewiesen ist, solltest du einen Experten damit beauftragen. Dies wird dem Content mehr Autorität verleihen und selbst die anspruchsvollsten Leser interessieren.

1.3 Der Content ist nicht richtig organisiert

Besucher, die auf deiner Website landen, können sich in verschiedenen Phasen der Kaufvorgangs befinden. Einige von ihnen suchen nicht nach informativen Artikeln, die das Thema für Dummies erklären. Sie haben diese Phase bereits hinter sich und wissen, was ihr Problem lösen könnte. Ihre Absicht ist zu kaufen und deswegen wollen sie Offerten von verschiedenen Anbietern vergleichen. Wenn du nur Content für die oberste Ebene des Trichters schreibst, wirst du diejenigen nicht erreichen, die Angebote erwägen und schon zum Kauf bereit sind. Deswegen solltest du eher Content für weiter unten im Trichter erstellen, dessen Boden näher. Die Abbildung unten zeigt dir den Unterschied zwischen den verschiedenen Trichter-Ebenen.

Sales Funnel

Quelle: Artifex

Wir haben die drei Hauptgründe analysiert, die dazu führen, dass dein Content leistungsschwach ist. Wie kannst du also Content erstellen, ohne kostspielige Fehler zu machen? Das Schreiben eines geeigneten Contents ist wie die Entwicklung eines Produkts – du musst deine Benutzer zuerst fragen, mit Open-Source-Daten richtig recherchieren und erst dann wieder ans Zeichenbrett gehen. Erst dann werden dir ein paar Ideen einfallen, deren Inhalte dein Publikum wirklich braucht. Wenn du Benutzer mit deinem Content zur Conversion überzeugen willst, musst du die Contententwicklung als einen Prozess betrachten, bei dem UX und UI an vorderster Front stehen.

2. Tipps zur Verwendung von UX und UI bei der Contententwicklung

Websites und Blogs neu zu gestalten, kann kostspielig sein. Anstatt alles aufs Spiel zu setzen und Inhalte von Grund auf neu zu erstellen, ist es besser, einen sicheren Ansatz zu wählen. Sehen wir uns doch mal an, wie du deinen Content-Erstellungsprozess mit einer Kleinschritt-Arbeitsweise verbessern kannst, indem du intelligente UX- und UI-Strategien anwendest.

2.1 Mit Interviews, Content-Ideen sammeln

Wie wir bereits in diesem Artikel erwähnt haben, kann das Sammeln von Benutzerfeedback dir Ideen dazu geben, welcher Content für deine Benutzer interessant sein würde. Du könntest mit einer UX-Recherche über den Content beginnen, den du in der Vergangenheit erstellt hast. Hier ist, wie dieser Prozess, kurz zusammengefasst, funktioniert.

Lade zunächst einige Benutzer mittels einer professionell geschriebenen E-Mail zu einem Interview ein. Zeige ihnen dann die Inhalte, die du bisher erstellt hast. Stelle Fragen, um festzustellen was sie darüber denken und ob sie sie interessant finden. Sammle dann Feedback und Vorschläge zu den Themen, die sie am meisten interessieren und die du noch nicht behandelt hast.

Du kannst Usability-Tests deines Blogs durchführen, genauso wie du es mit einem neuen Produkt oder einer Online-App tun würdest. Wenn befragt, werden die Benutzer dir sagen, was ihnen an deiner Blog-Struktur gefällt und was nicht. Indem du auf ihr Feedback reagierst und dein Content verbesserst, wirst du die Benutzer dazu bringen, mehr in deinem Blog zu lesen, und sie in Leads und schlussendlich in zahlende Kunden konvertieren.

Empathy map

Quelle: Prototypr.io

Wenn du deine Benutzer zum Reden bringst, wirst du verstehen, welche Bereiche der Contenterstellung du verbessern kannst, welche Themen für deine Zielgruppe sinnvoller sind und welche Art von Content du mehr erstellen solltest (und auch welche du endgültig abschaffen kannst).

In einigen Fällen können Benutzerinterviews und Usability-Tests eine augenöffnende Erfahrung sein.

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2.2 Das Thema und den Zweck der Keywords verstehen

Wenn du dein Content schreibst, willst du sicherstellen, dass deine Zielgruppe es leicht entdecken kann. Anders gesagt: du schreibst für Keywords mit einem hohen Suchvolumen.

Contentschreiber verwenden in der Regel SEO-Tools wie Ahrefs oder Sitechecker um populäre Themen und Keywords zu entdecken. Sie schätzen das Potenzial der Keywords nach Suchvolumen, Schwierigkeit und Klickanzahl ab.

Bei der Wahl eines Keywords, für das ein Ranking erstellt werden soll, würde dies höchstwahrscheinlich das Keyword mit dem höchsten Suchvolumen und dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad sein.

Aber solltest du wirklich solche Keywords nutzen? Das hängt von der Suchabsicht ab – etwas, das dir die Tools nicht sagen können und du selbst evaluieren musst.

Das Keyword „Entwickler einstellen” hat beispielsweise ein relativ geringes Volumen und es ist deswegen schwer zu ranken.

Dashboard Ahrefs

Quelle: Ahrefs

Es ist jedoch sinnvoller, Content über dieses Thema zu schreiben und nicht über „Frauen in der Technik”.

Dashboard Ahrefs

Source: Ahrefs

Dieses Keyword hat ein enormes Volumen und wird viel geklickt, aber bist du sicher, dass du damit mehr Leads für deine Entwicklungsagentur erhältst? Wenn du eine Wahlmöglichkeit hast, wähle transaktionale Keywords wie „Entwickler einstellen” statt informativer Keywords wie „Frauen in der Technik”. Auf diese Weise wirst du qualitativ hochwertigen Traffic generieren, der dich sicher zu einem höheren Umsatz führt. In den meisten Fällen musst du kritisch denken, um zu verstehen, ob eine bestimmte Suchanfrage ein hohes Potenzial hat, Benutzer zu konvertieren. Du musst auch die Schwierigkeit in Betracht ziehen, mit der dein Content nach Transaktions-Keywords eingestuft wird, und recherchieren, was das Ranking deine Konkurrenten für dieselben Keywords ist.

2.3 Den Content rund um das Benutzerbewusstsein aufbauen

Die Benutzer besuchen deine Website in unterschiedlichen Etappen ihres Bewusstseins. Manche wissen vielleicht schon, was sie wollen. Andere wissen, dass sie ein Problem haben, aber nicht, wie sie es lösen können – erst nach einiger Zeit werden sie feststellen, dass ihnen dein Unternehmen eine Lösung bieten kann.

Du bietest beispielsweise eine E-Learning-App im Abo-Modell an. Einige deiner Kunden sind überzeugt, dass ein tägliches Lernen von 20 Minuten der einfachste Weg ist, Französisch zu lernen. Sie haben sich bereits für eine Online-App entschieden und bevorzugen diese gegenüber Online-Kursen oder Unterricht mit einem persönlichen Lehrer. Andere müssen sich noch entscheiden, was ihnen besser passt – ob Online-Kurse, eine Sprach-App oder Unterricht mit einem persönlichen Lehrer.

Du müsstest also unterschiedliche Inhalte erstellen. Einerseits würdest du an einige Artikel oder Videos denken wie „Die 10 besten E-Learning-Apps, um Französisch zu lernen”. Anderseits würdest du das Thema „E-Learning-App vs. Online-Sprachkurs – der beste Weg, Französisch zu lernen” in Betracht ziehen.

Wie du wohl siehst, haben verschiedene Gruppen unterschiedliche Inhaltsanforderungen, die du unbedingt berücksichtigen solltest.

Nun, da du jetzt einige Inhalte für verschiedene Benutzergruppen vorbereitet hast, wie kannst du sicherstellen, dass dein Content gut verbunden ist und die Benutzer zu den Handlungen führt, die du von ihnen wünschst?

Das Hinzufügen einiger Calls-to-Action, um dein Content in ein ganzheitliches System zu verbinden, ist die Antwort dazu. Also schauen wir uns das mal genauer an.

2.4 Die Punkte mit Calls-to-Action verbinden

Wenn du Content vorbereitet hast, die den unterschiedlichen Ebenen des Benutzerbewusstseins entsprechen, ist es an der Zeit, die Punkte zu verbinden.

Kommen wir mal zu unserem Beispiel für Apps zum Sprachenlernen zurück, um zu sehen, wie verschiedene Artikel verbunden werden können.

Wenn ein Benutzer den Vergleichsartikel „E-Learning-App vs. Online-Sprachkurs – der beste Weg, Französisch zu lernen” liest, willst du ihn zum Artikel „Die 10 besten E-Learning-Apps, um Französisch zu lernen” führen.

Dies liegt daran, dass dein Leser bereits von den Vorteilen von E-Learning-Apps erfahren hat. Er kann jetzt darüber nachzudenken, was für ihn das Beste ist, um eine Entscheidung zu treffen.

Sehen wir uns mal ein Beispiel an, um diesen Fall zu veranschaulichen. Juro, eine Vertragsautomatisierungssoftware, konvertiert das Interesse der Leser an Vertragsworkflows in Demos. Die Banner-Headline steht in engem Zusammenhang mit dem Inhalt des Artikels und weist einen auffallenden Call-to-Action auf. Sie führt zu einem Formular, das die Lead-Generierung erleichtert.

Contract workflow

Quelle: Juro

Wie kannst du also die Punkte bei der Entwicklung deines neuen Blogs verbinden? Es stehen dir einige Tools zur Verfügung.

Banner – Dies ist ein grossartiges visuelles Element, das die Aufmerksamkeit der Benutzer auf sich zieht. Du kannst Text und ein Call-to-Action-Button hinzufügen, um einen Benutzer zum nächsten Artikel zu führen und ihn so zur Überlegungsphase näher zu bringen.

Buttons – Du kannst dieses Element im gesamten Artikel verwenden. Buttontexte können sich direkt auf den Artikelinhalt beziehen, wenn du sie im Artikel einsetzt. Buttons sind eine grossartige Möglichkeit, deine Artikel zu verknüpfen und die Benutzer zur nächsten Stufe ihrer Reise zu führen.

Pop-Ups – Unaufdringliche, ästhetische Pop-Ups können deine Lead-Akquise unterstützen. Sie im richtigen Moment auszulösen, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Benutzer darauf eingeht und antwortet, ist ein Schlüssel zur Generierung von mehr Leads.

Wenn du diese Ideen ausprobiert hast, solltest du weiterhin Feedback von deinen Benutzern sammeln, um zu erfahren, ob du den richtigen Content bereitstellst. Du könntest beispielsweise erwägen, ein Website-Feedback-Tool zu verwenden, um das Feedback von deinen Benutzern zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort zu erhalten. Solche Tools helfen dir zu verstehen, ob die Änderungen, die du an deinem Content vorgenommen hast, deine Benutzer zufrieden stellt.

Denke daran, dass das Sammeln von Feedback eine bewährte Praktik ist, die du kontinuierlich implementieren solltest. Erstelle mehrere Iterationen deines Contents und verbessere im Laufe der Zeit die UX und die UI deines Blogs und deiner Landing Pages. Die Bedürfnisse deiner Kunden werden sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Indem du UX-Recherchen durchführst und auf das Feedback deiner Benutzer reagierst, kannst du ihnen kontinuierlich das richtige Erlebnis bieten und die Ziele deines Contents erreichen.

3. Fazit

Es gibt verschiedene Gründe, aus denen dein Content leistungsschwach sein kann, von einer Fehlausrichtung auf die Bedürfnisse deiner Kundenpersönlichkeit bis hin zu einer schlechten Inhaltsstruktur. Durch die Anwendung intelligenter UX- und UI-Tipps die wir in diesem Artikel beschreiben, kannst du jedoch die Leistung deines Contents erheblich verbessern. Vielleicht möchtest du diese Tipps von A bis Z auf einmal umsetzen oder vielleicht auch nur nacheinander testen. Denke aber bei der Umsetzung daran, dass du deine Bemühungen messen musst und deinen Fortschritt überprüfen solltest, um dies mit deinen bisherigen Erfolgen zu vergleichen. Das ist die Art und Weise die Änderungen zu bewerten!

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